Anbaugerätereihe
Mit
dem E5/E6 kann man die verschiedensten Arbeiten
durchführen, daher auch die Bezeichnung "Universal-Einachser".
Insgesamt
sind min. 30 verschiedene Arbeiten möglich. Nur die
Ausstattung
der Geräte mit allemöglichem
Zubehör
ist dagegen kaum
zählbar, so dass ich hier hauptsächlich nur die von
Holder produzierten aufführe. Aber selbst wenn,
währe die Liste noch lange nicht
vollständig.
So gut wie alle der hier aufgeführten
Geräte passen auch an
den E7
und
E9 aber nur wenige und mit Zwischenstück an den E8.
Inhalt:
1. Grundgeräteausstattung
2. Anbaugeräteausstattung
3. Das Forst- und Kommunalprogramm
4. Alte und unbekannte Geräte
5. Erläuterungen
5.1a Die Gewichte 013 / 014
5.1b Die Schutzbleche 010 
5.2 Das
Geräteanschlussstück 200 / 200-1
5.2a Der Wendepflug 205
5.3 Schnellanschluss der Anbaugeräte
5.3a Die Fräse 283 1-10
1. Grundgeräteausstattung:
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005-1
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Räder 6.00 - 12 AS
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006-1
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Spurscheiben für 4.00 -
8
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007
|
Räder 4.00 - 12 AS
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008
|
Räder 4.00 - 8 AS
|
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010-1
|
Schutzbleche für 4.00 -
8
|
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010-2
|
Schutzbleche für 4.00 -
12
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012
|
Nabenzwischenstück (9
cm)
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---
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Nabenzwischenstück (12
cm)
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012-3
|
Nabenzwischenstück (14
cm)
|
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013
|
Ausgleichsgewicht (15 kg)
|
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014
|
Radgewichte für
4.00 -
12
(20 kg)
|
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014-2
|
Radgewichte für
6.00 - 12 (20 kg)
|
|
015
|
Rankenabweisbleche
|
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017
|
Stahlgreiferräder 380
|
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017-1
|
Stahlgreiferräder 580
|
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017-2
|
Verbreiterungsringe für
Typ 017
|
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235-1
|
Rückstrahler
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1331-3
|
Räder 6.00 - 9 AS
|
|
1394-3
|
Radgewichte für
6.00 - 9
|
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1397-3
|
Klappgreifer für 6.00 -
9
|
2.
Anbaugeräteausstattung:
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001-1
|
Stützradhalter mit
Federsplint
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009
|
Schwenkbares Räumschild
(120 cm)
|
|
009-1
|
Schwenkbares Räumschild
(120 cm)
|
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016
|
Rankenschneider (30 - 60 cm)
|
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019
|
Stützrad
|
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093
|
Gewicht für
Räumschild (20 kg)
|
|
200
|
Geräte -
Anschlussstück
|
|
200-1
|
Geräte -
Anschlussstück
|
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205
|
Drehpflug
|
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209-1
|
Weinberg- Grenzpflug
|
|
209-2
|
Kantenschneider
|
|
220-1
|
Hacke (50; 75; 100; 125 cm)
|
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221
|
Häufelpflug
|
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223
|
Kultivator (90 cm)
|
|
223-1
|
Parallelogramm - Kultivator (105
cm)
|
|
223-1
|
Parallelogramm - Kultiv. (105
cm) 
|
|
225
|
Egge (100 cm)
|
|
245-1
|
Anhänge - Sandstreuer
(80
cm)
|
|
250
|
Deichselrahmen
|
|
250-4
|
Anhängevorrichtung
für Typ 1375
|
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255
|
Einachs - Anhängewagen
|
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256-1
|
Zugdeichsel
|
|
---
|
Zugdeichsel bei
angehängter EP 1
|
|
260
|
Anbau - Riemenscheibe (21 cm)
|
|
265-1
|
Frontmähwerk (75; 105;
120; 140
cm)
|
|
265-2
|
Mulchbalken (120; 140 cm)
|
|
266-1
|
Getreideablage (140 cm)
|
|
269
|
Sichel - Rasenmäher (66
cm)
|
|
269-2
|
Sichel - Rasenmäher (66
cm)
|
|
283-1
|
Bodenfräse (20 cm)
|
|
283-2
|
Bodenfräse (30 cm)
|
|
283-3
|
Bodenfräse (40 cm)
|
|
283-4
|
Bodenfräse (50 cm)
|
|
283-5
|
Bodenfräse (60 cm)
|
|
283-6
|
Hackfräse (20 cm)
|
|
283-7
|
Hackfräse (30 cm)
|
|
283-8
|
Hackfräse (40 cm)
|
|
283-9
|
Hackfräse (50 cm)
|
|
283-10
|
Hackfräse (60 cm)
|
|
283-12
|
Versetzbahre Hackfräse
(65 cm)
|
|
283-20
|
Spargelfräse
|
|
284-1
|
Erdaufbearbeitungsmaschine 
|
|
290-1
|
Schneefräse (60 cm)
|
|
290-2
|
Schneefräse (60 cm)
|
|
290-3
|
Schneeschleuder (60 cm)
|
|
290-5
|
Schneeschleuder (60 cm)
|
|
290-72
|
Vorlauf - Hackfräse
(ca. 60 cm)
|
|
---
|
Teko - Anbau - Kehrmaschine (110
cm)
|
|
291-1
|
Kehrmaschine (120 cm)
|
|
291-2
|
Kehrmaschine (120 cm)
|
|
291-71
|
Sprengeinrichtung
|
|
1375-4
|
Walzenrasenmäher (80
cm)
|
|
1375-5
|
Walzenrasenmäher (140
cm)
|
|
EP 1
|
Zapfwellen - Anbaupumpe (16
l/min)
|
|
ES 8
|
Faßwagen 
|
|
ES 10
|
Aufbauspritze
|
|
GS / GSD
|
Sembdner Sähmaschine 
|
3. Das
Forst- und Kommunalprogramm
Hier
wird die
Bezeichnung "Universal" nochmals hervorgehoben. Im Forst sowieso,
konnte der E5 schon von Anfang an, etwa mit dem Mulchbalken,
als
Kommunalgerät eingesetzt werden. Holder erkannte in diesem
erweitertem Arbeitsbereich eine Marktlücke und so stand schon
ab
ca. 1958
für den E5, weitergeführt durch den
E6, das erste
spezielle Kommunalgerät, die Teko-Kehrmaschine, bereit. Diese
und später entwickelten Geräte konnten
natürlich auch in der Landwirtschaft, ebenso bei
Privatanwendern, eingesetzt werden. Hier eine Auswahl der besonders
dafür gedachten Geräte.
Forst:
Hack- und Bodenfräse: 20 - 60 cm. Zur
Unkrautbekämpfung und Bodenlockerung
Erdlochbohrer: Zum bohren von Pfahl- und
kleinen Pflanzlöchern
Sichelrasenmäher: Zum mulchen und
freischneiden auch von hohem Gras
Mäh- und Mulchbalken: 75 - 140 cm.
Zum Bankett-, Böschungs- und Wiesenmähen
Aufbauspritze: Zur
Schädlingsbekämpfung mit Hochdruckschlauch
und Spritzrohr
Kommunal:
Kantenschneider: Zum beschneiden von Banketten
u. unbefestigten Straßenrändern
Sichelrasenmäher: Zum mulchen von
Großflächen wie Sportplätze und Parks
Mäh- und Mulchbalken: 75 - 140 cm.
Besonders für Böschungen geeignet
Kehrmaschine: Verschiedene Kehrwalzen, z.B.
aus Stahl, Kunststoff oder Perlon (für
Schmutz, Laub oder
Schnee). Auf Wunsch mit
Sprengeinrichtung
Rasenkehrmaschine: Besonders für
Parks und öffentliche Plätze geeignet
Schneeschild: Auch für leichte
planier- und schiebearbeiten nutzbar*
Schneeschleuder: Auswurf bis zu 20 m. Auf
Wunsch mit Vorlauf-Hackfräse*
Anhänge - Sandstreuer: Für
Sand u.
Splitt. 300kg Inhalt, bis 4 km je nach Streudichte
*Zusätzlich mit Schneeketten lieferbar
4. Alte
und unbekannte Geräte
Auch
die Anbaugeräte sind, wie die Schlepper, nicht immer
einheitlich produziert
worden. Damit sind aber nicht die Weiterentwicklungen, wie etwa der
Sichelrasen- mäher gemeint, sondern Geräte,
die nirgends
vermerkt und meist älteren Baujahrs sind. Das gleiche
gilt
auch
für die,
die äußerlich große Unterschiede
aufweisen. Hier sind ein paar dieser
Geräte.
Nabenzwischenstück:
Die
älteren haben eine komplette Dreiecksform, die neuen je drei
Mulden, um die Achsmuttern besser abschrauben zu können.
Zudem sind die Gewinde der alten Zwischenstücke, wie bei
älteren E5ern,
kleiner.
Radgewicht:
Die älteren Radgewichte haben nur 3, statt 6 Löcher.
Somit ist
das ab- und anmontieren des kompletten Rades schwieriger. Ebenso ist
der "Holder" Schriftzug erheblich kleiner.
Kultivator:
Er ist einer der besonders interessanten Geräte. Denn hier
gibt es noch mehrere Vorgängermodelle, wobei auch
später noch etwas verändert wurde. Mir sind insgesamt
5 Stück bekannt aber nur 2 Typenbezeichungen. Und das ist
beachtlich, wurden doch andere Geräte meißt nur ein
bis zweimal überarbeitet, die Schneefräse/
-schleuder
mal ausgenommen.
Im Vergleich zu
den
anderen, haben die ersten zwar eine Seitenverstelleinrichtung
aber keine Halterung fürs Stützrad.
Ansonsten sind sie
vom Grundaufbau mit dem "typischen" Kultivator relativ gleich.
5.
Erläuterungen
Hier
erläutere ich die Funktionen und Anbau der verschiedenen
Anbaugeräte. Manche sind der anderer Marken ähnlich,
andere Sonderanfertigungen, also nur für den E5 & Co.
passend. Zu
fast allen gibt es auch Anleitungen.
Hier habe ich das wichtigste
über das jeweilige Gerät zusammengestellt.
Dieser
Teil wird ständig erweitert.
5.1a
Die Gewichte 013 / 014
013:
Das Ausgleichs- auch Frontgewicht genannt, hat zwei Funktionen.
Zum einen den Ausgleich
bei angehängten Geräten herzustellen, zum
anderen die Zugkraft zu erhöhen. Mit letzterem
ist es so gut positioniert, dass es für viele
Arbeiten ausreicht, ohne zusätzlich Radgewichte anbringen zu
müssen. Dabei wird der Schlepper nur gering Kopflastig, da der
Motor selber sehr leicht ist.
Das Gewicht wird auf die beiden Halterungen des
Lüftergehäuses aufgeschoben. Der Motor ist dabei am
besten waagerecht oder nach oben gestellt. In dieser Position
hält es auch ohne Befestigung, man muss es also nicht die
ganze
Zeit festhalten. Dann wird es mit zwei Schrauben M10 x
80, Sprengring und Mutter festgezogen.
014: Die beiden Radgewichte erhöhen die Zugkraft erheblich,
allerdings wird er dadurch auch deutlich schwerer beim schieben. Diese
können auf die 4.00 - 12 Felgen und (wie unten) auf die
Stahlgreiferräder 580 montiert werden.
Wenn mir jemand eine Gebrauchsanweisung mit Bildern zu den 6.00 - 9
Gewichten Typ
1394-3, eventuell auch zu den Klappgreifern Typ 1397-3 schicken kann,
währe das super.

Bei Ungeübten empfiehlt es sich, das Gewicht mit zwei Mann zu
montieren. Es wird mit den Aussparungen auf die Speichen gesetzt. Auf
die
Aussparung für das Luftventil (1) achten, wenn die Speichen
der Lufträder nach
außen zeigen. Dann werden die
Laschen
(2) mit Beilagscheibe (nicht im Bild) und Druckfeder (3) von innen in
die äußeren Löcher geschoben und von vorne
mit
Beilagscheibe und Mutter (4) festgezogen. Es ist darauf zu
achten,
dass die Laschen an den Nocken (5) anliegen, sonst haben diese keinen
Halt beim festziehen. Die Laschen liegen nur sehr wenig auf den
Speichen auf, ist aber normal. Nach ein paar Kilometern sind die
Muttern
nochmals festzuziehen und anfangs regelmäßig zu
kontrollieren. Bei einem Radwechsel können die Gewichte
dranbleiben, da sie durch die inneren Löcher komplett mit dem
Rad
abgenommen werden können. Die ältere Version hat
diese
Löcher nicht.
5.1b
Die Schutzbleche 010 
Es
gibt drei verschiedene Versionen: Für 4.00-8, 4.00-12 und 6-9. Hier die meist verwendete Größe, 4.00-12.
Es gibt zwar keine Bezeichnungen, für welche
Radgröße das Schutzblech jeweils passt aber anhand
der Befestigungshöhe und Breite ist das leicht festzustellen.
Alle werden an denn beiden seitlichen Bohrungen mit M8
Schrauben, Sprengring und Mutter befestigt. Der Reifen sollte nicht am
Schutzblech schleifen, was durch kleinere Unfälle schnell
passieren kann.
Übrigens, die vordere Bohrung wird auch für die
Schutzhaube des Mähwerkes gebraucht. Dieses ist aber sowieso (meist) in Schmalspur und mit 4.00-8 Rädern zu betreiben.
5.2
Das Geräteanschlussstück 200 / 200-1
Das
Anschlussstück das wichtigste Anbaugerät
beim E5 & Co.,
da es als Verbindung mit folgenden Geräten dient:
Anhänger,
Pflug, Grenzpflug, Egge, Hacke, Häufler, Kultivator,
Deichselrahmen und Anhängestreuer. Außerdem ist es
zusätzlich
mit ein paar Extras versehen, die das Arbeiten erleichtern.


Hierbei
handelt es sich um eine nicht selbsttätige
Anhängerkupplung.
Das heißt, diese muss beim Einführen des
Anhängebolzens von Hand gesichert werden. Gesichert
wird
mit Bügel (3) und Splint (4). Der Bügel (3)
greift in die
runde Aussparung (3a) des Anhängebolzens. Das
Anschlussstück selbst ist mit Bolzen (1) und Sicherungsstift
(2) am
Schlepper verbunden.
Die Anschläge (5) links und rechts sorgen dafür, dass
der
Lenkeinschlag nicht zu stark wird. Ebenso berühren dadurch die
Räder die Deichsel nicht.
Zwei Nocken (6) greifen in die Aussparungen (6a) und sorgen
dafür, dass die jeweiligen
angehängten
Geräte nicht zur Seite kippen. Ausnahmen sind z.B. der
Anhänger, bei dem eine solche Kippneigung gewünscht
ist und
dieser daher eine breitere Aussparung besitzt.
Die beiden Anschlagarme (7) sind z.B. für Fahrten mit
Anhänger
nach
oben geklappt. Um ein seitliches Ausschwenken bestimmter
Geräte,
wie beim pflügen, zu verhindern, werden diese nach
lösen des
Splints (8) nach unten geklappt. Um Unebenheiten
vorzubeugen, hat das Anschlussstück jetzt noch eine
kleine
Pendelbewegung. Diese kann man mit Schrauben (9) der
Größe M 10 ganz aufheben. Die ältere
Version hat diese Möglichkeit nicht.
Die Einstellspindel (10) dient dazu, den E5 & Co. auszurichten,
um ihn
den
gegebenen Anforderungen besser anzupassen. "Drehpunkt" ist der Bolzen,
an dem auch die Anschlagarme (7) befestigt sind. Durch reindrehen, wird
der Schlepper motorseitig nach unten
abgesenkt, durch rausdrehen, nach oben angehoben. Die Höhe des
jeweiligen Anbaugerätes bleibt gleich, allerdings
ändert sich
dadurch z.B. die Pflugtiefe.
Das Anschlussstück besitzt rechts am Bolzen einen
Schmiernippel
(11). Es schadet aber nicht, den kompletten Bolzen etwa zwei mal im
Jahr
komplett einzufetten. Fängt dieser an zu rosten, wird es
schwierig,
ihn aus der Halterung zu bekommen. Ebenso neigt der Bolzen der
Anschlagarme (7) zum festrosten. Hier hilft Rostlöser sowie ab
und an die
Arme zu bewegen.
5.2a
Der Wendepflug 205
Neben
der Fräse das zweithäufigste Arbeitsgerät.
Erforderliche mind. Ausstattung: Frontgewicht, Spurverbreiterungen 9 cm,
Räder
4x12 (auch 6x9) mit
Radgewichten.
Der
Pflug wird wie unter 5.2 beschrieben angehängt und gesichert.
Die Anschlagarme (7) sind
dabei runtergeklappt. Das obere Bild zeigt die
Transportstellung, dabei wird der Pflug auf das mittlere Rastsegment
(2a) gestellt. Das
Stützrad kann so bequem durch die
Führung (5) gesteckt und mit einem Splint gesichert
werden. Beim schwenken ist es etwas hinderlich, daher ggf. vor dem
pflügen wieder zu de- montieren.
Der Pflug kann durch ziehen des Hebels (1) in drei verschiedene
Positionen um 180° geschwenkt werden: Pflügen
links-rechts (2) und Mittelstellung (2a) für den Trans- port.
Mit der
Spindel (10) kann die Tiefe eingestellt, die vertikale Lage an den
jeweiligen Rastsegmenten (2). Das seitliche (horizontale) Spiel wird
durch die Anschlagarme (7) gegeben.
Der Pflug soll unter normalen Pflugbedingungen immer senkrecht zur
Erdoberfläche stehen, was an den Rastsegmenten (2)
einzustellen ist. Die Pflugtiefe wird ent- sprechend der
Bodenbeschaffenheit so eingestellt, das die Räder keinen
allzu großen Schlupf aufweisen. Der Pflug ist dann richtig
eingestellt, wenn er ohne Traktorführer von alleine
pflügt. Kleine Richtungskorrekturen werden durch Druck auf die
Holme ausgeführt, die Einzelradlenkung wird nur zum wenden
benutzt.
Geschwenkt wird, indem mit dem
Hebel (1) der Pflug hochgehoben (und gleichzeitig
ausgrastet) und
mit dem Fuß in die gewünschte Drehrichtung
"geschubst" wird. Kurz
vor dem erreichen des linken oder rechten Rastsegmentes (2), ist der
Hebel (1) loszulassen, die Pflugkörper rasten dann automatisch
ein.
Die "ackerblank" gefahrenen Schnittflächen werden
bei längeren Pflugpausen z.B. mit (Salat-)
Öl leicht eingestrichen, um Rostbildung zu vermeiden. Die
Vorschäler (3) sollten recht scharf sein und ebenfalls
eingestrichen werden. Von Zeit zu Zeit ist auch etwas Fett am
Schmiernippel (4) nachzufüllen. Die Feder am Hebel (1) muss
eine gute Spannung haben, sonst rasten die Pflugkörper von
alleine aus.
5.3
Schnellanschluss der Anbaugeräte
Alle
Fremdgeräte werden mit dem Schnellanschluss auf die gleiche
Weise ange- flanscht: Bei stehendem Motor die
Zapfwelle einschalten. Die beiden Spann- schrauben (1) am
jeweiligen Gerät
soweit aufschrauben, bis das Gewindeende nicht mehr im
Spannbügel
(2) heraussteht. Die Spannbügel nach hinten klappen und das
Gerät auf die Zapfwelle aufschieben, dabei etwas hin- und
herbewegen. Die Bügel umklappen und gut festziehen. Zapfwelle
wieder ausschalten! Von Zeit zu Zeit
Schraubverbindungen nachkontrollieren, ggf. nachziehen.
Beide Flansche und Zapfwelle (Maschine-Gerät) sollten sauber
sein.
5.3a
Die Fräse 283 1-10
Sie
ist das typischste Anbaugerät. Unterschieden werden zwei Typen:
Bodenfräse: Gefederte Werkzeuge,
für feinkrümeligen Boden, fräst bis
20 cm tief.
Hackfräse: Starre Werkzeuge, zur Unkrautbekämpfung
und Bodenlockerung, 15 cm.
Erforderliche mind. Ausstattung: Unterschiedlich, da verschiedene
Kombinationen, je
nach
Ergebnis möglich
sind.
Der Aufbau ist simpel. Die Werkzeuge werden mit einer durchgehenden
Gewinde- stange zusammengehalten. Die Spannbolzenmutter (1) befindet
sich entweder links oder rechts. Die Fräse kann ohne
Veränderung auf gefederte oder starre Werkzeuge
umgerüstet werden.
Beim zusammenstecken der Fräswelle ist auf folgendes
zu achten:
-Die Innenwerkzeuge (2) müssen einwandfrei in das Zahnprofil
eingreifen.
-Die Außenwerkzeuge (3) mit der Stirnverzahnung so
aufstecken,
dass jedes
Werkzeug um einen Zahn nach
rückwärts versetzt ist.
-Die Schneiden der Fräswerkzeuge müssen in
Drehrichtung zeigen.
-Die Spannbolzenmutter an der Fräswelle ist
kräftig festzuziehen und öfters zu
kontrollieren.
Die Breite der Fräse wird durch die Haube und Gewindestange
bestimmt. Die Haube
ist mit vier Ringschrauben von außen befestigt.
Die Frästiefe wird an der Ringschraube (4) am
Streifblech unter dem Fräsgetriebe eingestellt.
Die Einstellung der Fräshaube erfolgt durch die Ringschraube
am Scherengelenk (5) der Haubenabstützung. Die
Fräshaube soll mit der Unterkante ca. 2-3 cm über dem
Erdboden laufen. Fräse nicht auf der Fräshaube
abstützen.
Zum fräsen werden Standardmäßig die kleinen
4.00-8 AS Räder verwendet. Für leichte und besonders
schmale
Arbeiten auch
die
kleinen Stahlgreiferräder Typ 017. Bei breiter Fräse,
bzw.
schwerer Fräsarbeit, werden die großen 4.00-12 AS
Räder angebaut, da an diese Radgewichte montiert werden
können. Das Ausgleichsgewicht balanciert die schweren
Fräsen aus und sorgt für mehr Traktion. Die
optionale Stützradbefestigung für
Straßenfahrt (6) (hier nicht original) wird
mit
einem
Splint befestigt.
Beim fräsen wird der Holm seitlich ausgeschwenkt. Der
Frässchwanz wird langsam eingesetzt und ausgehoben. Zu
schnelles einsetzten wirft eine Erhöhung auf, zu schnelles
Ausheben ergibt eine Mulde.
Bei
Rückwärtsfahrt
Fräse ausschalten!
Auf dem Bild handelt es sich um eine Hackfräse, wo an
den Messern nicht originale, zusätzliche Klingen
angeschweißt sind.
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