Sonstiges

 

Hilfe und Beratung:

Da ich mir mittlerweile ein recht großes Wissen über die beiden Schlepper angeeignet habe, kann ich somit bei vielen Problemen helfen und beraten. Ich beantworte gerne jede Frage, so schnell und gut es mir möglich ist.
Anhand der Maschinennummer kann ich auch das Baujahr herausfinden, falls das Typenschild nicht mehr vorhanden oder lesbar ist.


Hinweis zum Sonderheft der Schlepperpost 1/2008:

Diese Ausgabe ist besonders für Holderfans sehr interessant. Einmal ein Bericht von Friedbert Planker über den A20 sowie die Schleppersammlung von Niels den Boer und Adolf Wendt. Und um letzteren geht es hier, denn in einer Bildbeschreibung zum Holder E6 steht (Zitat):

Vorsicht Benziner: Unter Holder-Kennern gelten die E6 als recht anfällige Kandidaten, weil die Vergasertechnik nicht immer störungsfrei arbeitet".

Ich habe mit dem Redakteur gesprochen, er sagte, dass dieser Hinweis falsch formuliert ist, da er eigentlich für alle Benziner, laut Typenberatung
von Friedbert Planker, gemeint ist. Denn der E6 hat mit dem dort abgebildeten (und nicht originalen) Stamo 201 keine wirklich großen Probleme, ebenso mit dem Stamo 200.
Es braucht also keiner Angst zu haben, wenn er sich einen solchen Schlepper zulegt oder schon hat, dass der Motor unzuverlässig ist. Diese Aussage ist völlig unbe- gründet.
Ein entsprechender Leserbrief ist in der SPo 3/2009 zu finden.


Ausschnitt aus der Schlepperpost:

In der Ausgabe 5/2006, bin ich mit meinem Vater und dem E6 auf dem 10. Holder Markentreffen zu sehen. Linke Seite oben, zweites von links.


Wert der Schlepper/Anbaugeräte: 

Hier will ich mich mal ein wenig mit diesem etwas heiklen Thema befassen. Das Problem, es gibt keinen festen Preis wie damals, dieser richtet sich heute nach Angebot und Nachfrage. Und da die Holderschlepper immer begehrter werden, kommt es ab und zu vor (besonders bei einem bekannten Online-Auktionshaus), dass diese völlig überteuert angeboten werden. Wie wäre es z.B. mit einen E5 und Fräse für 800 oder einen E6 mit Anhänger für 1.200 €? Da diese Preise nicht gerade realistisch klingen, bleibt natürlich die Frage, wie viel man für diese Schlepper ausgeben darf.
Bei einem E5/E6 in gutem, kompletten Zustand
, kann man von 300 € als Richtwert ausgehen. Dazu muss ich aber wieder sagen, dass dieser mit diesem Preis natürlich nicht immer so angeboten/gekauft werden sollte, nur weil es hier steht. Jeder hat unterschiedliche Meinungen über Zustandswerte und nicht zuletzt Preisvorstellungen! Der gleiche E6 kann auch für 350 € angeboten werden, ohne wirklich teuer zu sein. Soll heißen, dass erst ein höherer Preis, etwa ab 500 €, als überteuert anzusehen ist.
Schwieriger wird es, wenn Anbaugeräte mit angeboten werden. Mit Fräse kann sich der Richtpreis auf "nur" 350 € erhöhen (im günstigsten Fall), denn Anbaugeräte erzielen einzeln meist einen höheren Preis. Dafür ist die Fräse ein gutes Beispiel, denn für diese wird öfters mal 200-250 € gezahlt. Somit spielt diese ebenfalls in der Preisklasse von selteneren Geräten mit, wobei diese auch gute 300 € erreichen können. Natürlich sind nicht alle Anbaugeräte so teuer. Beim Drehpflug etwa, können 100 € schon als teuer gelten, er scheint nicht allzu beliebt zu sein.
Aber hier für gängige Anbaugeräte einen einigermaßen "vernünftigen" Preis hinzu- schreiben kann und will ich nicht, da die Differenzen einfach zu groß sind und, wie oben schon geschrieben, jeder andere Preisvorstellungen hat. Generell sollte man jedes Angebot prüfen und vergleichen.
Das ist meine persönliche Meinung zu diesem Thema und soll lediglich einen Anhalts- punkt geben, in welcher Preisklasse die Schlepper gehandelt werden. Letztendlich müssen Verkäufer und Käufer mit dem gemeinsamen Preis zufrieden sein. Angebote gibt es immer wieder mal, es muss ja nicht das erstbeste sein. Mit Geduld sind sogar Schnäppchen möglich.


Der Fahrtbericht zum E6 mit Stamo 201:

"Der E6 ist kein Spielzeug und dennoch leicht zu Handhaben. Die Bedienelemente sind übersichtlich angeordnet und leicht erreichbar. Aufgrund des geringen Gewichtes, kann man ihn ohne Motorkraft auch bei Steigungen, noch leicht schieben. Ohne Achsverbreiterungen, ist er allerdings etwas kippanfällig aber nur, wenn man nicht aufpasst, z. B. wenn zu schnell in die Kurve gefahren wird. Die Schaltung ist für Einsteiger etwas kompliziert, da verschoben aber gut nachzuvollziehen.

Sehr überzeugend ist der Motor: Startfreudig und laufruhig. Seine besondere Stärke ist das Drehmoment. Beim Anfahren im Schnellgang, ohne Zuladung, ist er praktisch nicht abzuwürgen. Selbst bei starkem stottern, fängt er sich immer wieder und dreht schnell hoch. Das zeigt sich auch im Sprint: In ca. 8 Sec., von 0 auf 20 km/h. Das Drehmoment wirkt sich auch auf das Standgas aus. Rangieren mit leerem Anhänger sind kein Problem (Abhängig von der eingestellten Leerlaufdrehzahl), auch beim Fahren im S. Gang in unwegsamem Gelände, kommt man mit niedriger Drehzahl gut voran. Steile, kurze Bergfahrten sind kein Thema, ebenso werden leichte bis mittlere Steigungen auch bei Zuladung, einfach ignoriert. Sollte er dennoch mal an die Grenzen stoßen, schaltet man in einen der 3 Gänge und der E6 zieht fast alles. Für z. B. größere Holztransporte, ist er aber eher als Zweitschlepper geeignet.
Der Motor ist sehr sparsam, eine Tankfüllung reicht für min. 1 1/2 Stunden Schwerstarbeit. Abzüge gibt es lediglich beim Fahrkomfort, nämlich durch den Kugelregler. Dieser hält die gewünschte Drehzahl nicht immer, da die Reglerdrehzahlen, wie der Name Grobregler schon sagt, weit auseinanderliegen. Der Regler ist aber auch sehr anfällig: Bei Mangelschmierung ist dessen Arbeit sehr schlecht, es können daraus auch Folgeschäden entstehen.
Mit nur einem Frontgewicht (15 kg), kann man erstaunlich viele Schlepperarbeiten ausführen, auch unter schlechten Bodenbedingungen, wie Gras oder unebenem Boden. Bei schwerer Beladung, sorgen die beiden Radgewichte (40 kg) für zusätzliche Bodenhaftung.

Die normale Wartung ist denkbar einfach und erfordert vom Bedienenden nur wenig Technisches Wissen. Ölwechsel, Luftfilter-, Vergaser-, Zündkerzenreinigung und Überprüfung sind auch für Laien kein Problem, ebenso wie das Einstellen der Seilzüge. Technisch versierte, die die richtige Ausstattung haben, können z. B. auch Zündeinstellungen vornehmen und die Bremstrommel öffnen.

Fazit: Die Handhabung ist auch für Einsteiger schnell zu erlernen und die Wartung einfach durchzuführen. Da es noch viele Maschinen gibt, ist auch die Ersatzteil- versorgung nur selten problematisch aber auch, je nach Teil, mit einigen Kosten verbunden, was bei Oldtimern aber normal ist."

Erstellt von Bastian Hofmann.


Wenn Ihr auch Lust habt, eure Erfahrungen zu schildern, z. B. das Arbeiten mit Anbaugeräten oder Arbeiten in extremen Situationen, könnt Ihr das gerne tun, schreibt einfach eine Mail an mich.

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