Unterschiede
Optisch
sind
beide fast gleich, besonders wenn man beim E6 die Haube abnimmt. Das
liegt daran, dass beim E6 nur die wichtigsten Teile geändert
worden sind, der Rest ist gleich geblieben. Technisch gesehen sind nur
Kupplung und Luftfilter anders (den Stamo 201 nicht
berücksichtigt).
Was
genau geändert und
verbessert wurde, habe ich hier aufgelistet. Zusätzlich findet
Ihr hier auch die Unterschiede
innerhalb der Typen.
1. Kupplung:
Äußerlich kaum auffallend, ist sie das (technische)
Merkmal, dass
die beiden Typen voneinander unterscheidet. Da diese zu klein
dimensioniert war und bei starker Belastung häufig kaputt
ging, musste sie durch eine kräftigere ersetzt
werden.
Erkennen
kann das folgendermaßen: Beim E5 sind die Bolzen des
Kupplungshebels
hervorgehoben,
beim E6 dagegen ist vor den Bolzen, Richtung Motor, eine
Rundung die
über den ganzen Seitenteil der Kupplungsglocke geht. Das
liegt
daran, dass die Einscheiben-Kupplung vom Durchmesser viel
größer
ist, als die Lamellen-Kupplung.
2.
Tank/Luftfilterhalterung:
Diese beiden Merkmale machen optisch den größten
Unterschied aus.
Beim E5
ist der Tank direkt
am Motor, jeweils vorne am Lüftergehäuse und oberhalb
an der Windleitkappe,
befestigt. Dieser hat auf der Oberseite den gestanzten
"Holder" Schriftzug und der Tankdeckel sitzt vorne
rechts. Der große
Zyklonluftfilter mit Gitternetz ist am Holmenlager befestigt.
Allerdings hielt der
Tank den auftretenden Belastungen nicht immer stand,
da er zu schwach befestigt war. Beim Luftfilter war
hauptsächlich der Einsatz ein Problem, da dieser nicht
gereinigt werden konnte und die große Öffnung zu
viel Schmutz durchließ. Ebenso war dessen Halterung auch
nicht besonders gut.
Beim
E6 wurde der Tank daher zusammen mit einem kleineren Nassluftfilter auf
einem gemeinsamen
Tragblech, jeweils am Lüftergehäuse, Windleitkappe
und Holmenlager,
befestigt. Der Tank wird mit zwei Bügeln und der Luftfilter
mit einer (auch zwei) Schlauchschelle auf
dem Tragblech gehalten. Der Schriftzug wurde vom Tank entfernt
und der Tankdeckel nach hinten versetzt. Somit waren die Aufbauten sehr
gut
befestigt. Durch die neue Konstruktion wurde auch noch, mit zwei
Halt- erungen auf Tank und Holmenlager, eine Haube mit
integriertem Werkzeugfach aufgesetzt. Diese gab dem Luftfilter noch
zusätzlichen Schutz. Die Haube hat auf dem Deckel des
Werkzeugfaches den "Holder" Schriftzug und zusätzlich auf der
Haube noch die
Bezeichnung "E6".
3. Starteinrichtung:
Der E5 besitzt eine Starterrolle, während beim E6 ein
modernerer Reversierstarter verbaut ist, wie er noch heute z. B. bei
Rasenmähern
verwendet wird. Das erspart das zeitaufwändigere Rumwickeln
des Riemens.
4. Zapfwellenhebel:
Beim
E5 ist dieser kurze Hebel direkt am
Holmenlager befestigt.
Dort kann man auch die beiden Zapfwellengeschwindigkeiten ablesen. Wenn
die
Holme nach hinten geschwenkt werden, verlagert man den Hebel vom
linken, auf
den rechten Bolzen.
Für einige war der Hebel aber zu unkomfortabel, da er einfach
zu kurz ist.
Beim E6 ist er daher um eine Zugstange verlängert
worden und besitzt einen gut zu unterscheidenden roten Knopf,
während die anderen beiden gelb sind. Beim E5 waren alle
grün. Er ist damit genauso gut
erreichbar, wie
die beiden anderen Zugstangen und wird auch genauso wie die beiden
andern Stangen beim schwenken gewechselt. Dazu wurde noch ein
durchgehendes
Führungseisen mit
vier Löchern an der Holmgabel angeschweißt. Die
Zapfwellengeschwindigkeiten stehen jetzt am Ende des Hebels. Da durch
die zusätzliche Zugstange mehr Platz benötigt
wurde, sind alle Hebel beim E6 gebogen.
5.
Radbolzen:
Dieser ist eher unauffällig aber auch ein
Unterscheidungsmerkmal (Siehe auch "Alte und unbekannte
Geräte").
Die Radbolzen des E5 sind nämlich dünner als beim
E6, da diese
manchmal, gerade auf der linken Seite, abbrechen, wenn die Belastung zu
groß wird. Das gilt allerdings nur für
ältere Modelle!
6. Steckdose:
Während diese beim E5 immer nur auf Wunsch vorhanden war,
wurde sie beim E6
etwas später dann serienmäßig eingebaut.
Beim E5 sitzt diese
direkt
hinter dem Luftfilter. Da dort aber aufgrund der Haubenhalterung kein
Platz mehr war, ist sie beim E6 unter der Holmengabel
angebracht. Dort gibt es nämlich auch nicht so viele Probleme
mit
dem Lenken, da das Kabel nicht mehr um den Holm herum geführt
werden muss.
7.
Motor:
Bei beiden Typen ist der Stamo 200 verbaut. Erst ab
1962 wurde der E6 auf den Stamo 201 umgerüstet.
Der
200 besitzt einen Kolbenschiebervergaser ohne
Regler, der 201 einen Drosselklappenvergaser mit Verbindung zum
Kugelregler im
Motor- gehäuse.
Kompatibilität:
Der Anhängebolzen sowie der Zapfwellenanschluss sind bei
beiden
gleich. Es können somit alle Geräte vom E5 auf den E6
angebaut und benutzt werden, ebenso vom E6 auf den E5. Laut BA sollen
beide unterschiedliche Zapfwellendrehzahlen haben, was den
Geräten
aber nichts ausmacht, da zu gering.
Eine kleine Verbesserung:
Obwohl der E5 nicht mehr produziert wurde, hatte Holder, wegen der
Zufriedenheit seiner Kunden, ein
Problem damals relativ gut gelöst: Die Tankhalterung.
Für diese nahm man
einfach das
Tragblech des E6. Da aber die Kupplung des E5 länger ist,
wurde das Tragblech einfach hinter dem
Zündkerzenloch abgeschnitten. Passend dazu, wurde ebenfalls
der
Tank vom E6 genommen.
Unterschiede
innerhalb der Typen
Die
Schlepper
wurden allerdings nicht einheitlich produziert, meißt sind Verbesserungen die Ursache. Daher sieht
man bei Modellen verschiedenen Alters Unterschiede. Diese
können mal groß, mal klein sein. Hier habe ich ein
paar
aufgelistet.
1.
E5 - E5:
Die
Bezeichnung ist zwar dieselbe, dennoch sind beide in einer Sache
verschieden,
nämlich durch die Einzelradlenkung. Das erkennt man daran, dass
die älteren Modelle zwei Bremsen haben. Allerdings ist die
linke "Bremse" ohne
Funktion
und dient nur der Einheitlichkeit beider Seiten und der Spurweite.
Die
späteren E5 mit Einzelradlenkung haben den zweiten,
größeren
Hebel am rechten Holm und statt der "Bremse", eine fast
birnenförmige Achse. Das Rad ist hier an einem runden Teller,
der
Steckachse, befestigt. Ein weiterer Unterschied ist die
Verlängerung der Zugstangen und die Abflachung des unteren
Teils der Kupplung.
2. E6 - E6 G:
Einen baulichen Unterschied gibt es hier nicht, nur den Hinweis auf dem Typenschild und später auch auf dem Getriebe.
3.
E6 G - E6 G:
Der Stamo 201 wurde nur 1962 mit Dekompressor geliefert. Im gleichen
Jahr wurde auch der Gasseilzug vom Holm entfernt. Der
größte Unterschied aber ist hier der
Ölbadluftfilter. Dieser sitzt auf der linken Seite und das
Tragblech ist abgeflacht worden und eckiger. Die letzten
Modelle sind
häufig mit den 6.00 - 9 AS Rädern ausgestattet.
4.
E6 G - E6 GA - E6 GB:
Die zusätzlichen Buchstaben beziehen sich auf die
Radgröße bei der Auslieferung der Grundmaschine. Da
die Art der Bereifung individuell
gewählt werden konnte, sind die Buchstaben immer gestanzt und
nicht schwarz. So
steht das "A" für 4.00 - 8 AS und das "B" für 4.00 -
12 AS.
Es ist durchaus möglich, dass es
noch weitere Buchstabenverschlüsselungen gibt. Wenn jemand
etwas dazu weiß,
kann er sich gerne bei mir melden.
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