Anbaugerätereihe


Mit dem E5 / E6 kann man die verschiedensten Arbeiten durchführen, daher auch die Bezeichnung "Universal - Einachser". Rechnet man alle Geräte zusammen, die unterschiedliche Arbeitsschritte ausführen (ohne die jeweiligen Größen), sind es insgesamt min. 38 verschiedene! Daneben gibt es noch einiges an diversen Aus- stattungsmöglichkeiten. Da ebenfalls auch Anbaugeräte von Fremdfirmen angepasst werden konnten, sind hier hauptsächlich nur die von Holder produzierten aufgeführt, sonst wird es zu unübersichtlich. Aber selbst wenn, wäre die Liste noch lange nicht vollständig!
So gut wie alle der hier aufgeführten Geräte passen auch an den E7 und E9 aber nur wenige und mit Zwischenstück an den E8.


1. Grundgeräteausstattung
2. Anbaugeräteausstattung
3. Das Forst- und Kommunalprogramm
4. Die Spritzenausrüstung
5. Alte und unbekannte Geräte
6. Erläuterungen
   6.1a Die Gewichte 013 / 014
   6.1b Die Schutzbleche 010

   6.2 Das Geräteanschlussstück 200 / 200-1
   6.2a Der Wendepflug 205

   6.3 Schnellanschluss der Anbaugeräte
   6.3a Die Fräse 283 1-10
   6.3b Das Sichelmähwerk 269 / 269-2



1. Grundgeräteausstattung

005-1

Räder 6.00 - 12 AS

006-1

Spurscheiben für 4.00 - 8 AS

007

Räder 4.00 - 12 AS

008

Räder 4.00 - 8 AS

010-1

Schutzbleche für 4.00 - 8 AS

010-2

Schutzbleche für 4.00 - 12 AS

010-3

Schutzbleche für 6 - 9 AS

012

Nabenzwischenstück (9 cm)

---

Nabenzwischenstück (12 cm)

012-3

Nabenzwischenstück (14 cm)

013

Ausgleichsgewicht (15 kg)

014

Radgewichte für 4.00 - 12 AS (20 kg)

014-2

Radgewichte für 6.00 - 12 AS (20 kg)

015

Rankenabweisbleche

017

Stahlgreiferräder 380

017-1

Stahlgreiferräder 580

017-2

Verbreiterungsringe für Typ 017

235-1

Rückstrahler

1331-3

Räder 6 - 9 AS

1394-3

Radgewichte für 6 - 9 AS

1397-3

Klappgreifer für 6 - 9 AS


2. Anbaugeräteausstattung

001-1

Stützradhalter mit Federsplint

009

Schwenkbares Räumschild (120 cm)

009-1

Schwenkbares Räumschild (120 cm)

016

Rankenschneider (30 - 60 cm)

019

Stützrad

093

Gewicht für Räumschild (20 kg)

200

Geräte - Anschlussstück

200-1

Geräte - Anschlussstück

205

Drehpflug

209

Weinberg- Grenzpflug 

209-1

Weinberg- Grenzpflug

209-2

Kantenschneider

220-1

Hacke (50; 75; 100; 125 cm)

---

Häufelpfl., zur Bodenfr. passend 

221

Häufelpflug

223

Kultivator (90 cm)

223-1

Parallelogramm - Kultivator (105 cm)

225

Egge (100 cm)

245-1

Anhänge - Sandstreuer (80 cm)

250

Deichselrahmen

250-4

Anhängevorrichtung für Typ 1375

255

Einachs - Anhängewagen

256-1

Zugdeichsel

---

Zugdeichsel bei angehängter EP 1

260

Anbau - Riemenscheibe (21 cm)

265-1

Frontmähwerk (75; 105; 120; 140 cm)

265-2

Mulchbalken (120; 140 cm)

266-1

Getreideablage (140 cm)

269

Sichel - Rasenmäher (66 cm)

269-2

Sichel - Rasenmäher (66 cm)

283-1

Bodenfräse (20 cm)

283-2

Bodenfräse (30 cm)

283-3

Bodenfräse (40 cm)

283-4

Bodenfräse (50 cm)

283-5

Bodenfräse (60 cm)

283-6

Hackfräse (20 cm)

283-7

Hackfräse (30 cm)

283-8

Hackfräse (40 cm)

283-9

Hackfräse (50 cm)

283-10

Hackfräse (60 cm)

283-12

Versetzbare Hackfräse (65 cm)

283-20

Spargelfräse

284-1

Erdaufbearbeitungsmaschine

290-1

Schneefräse (60 cm / 12 m Wurfw.)

290-2

Schneefräse (60 cm / 12 m Wurfw.)

290-3

Schneeschleuder (60 cm / 20 m W.)

290-5

Schneeschleuder (60 cm / 20 m W.)

290-72

Vorlauf - Hackfräse (ca. 60 cm)

Teko

Anbau - Kehrmaschine (110 cm)

291-1

Kehrmaschine (120 cm)

291-2

Kehrmaschine (120 cm)

291-71

Sprengeinrichtung

1355-71

Warnblinkanlage 6 V zum nachrüsten

1375-4

Walzenrasenmäher (80 cm)

1375-5

Walzenrasenmäher (140 cm)

SZP 16

Anbaupumpe 

Z 16

Anbaupumpe (16 l/min) 

EP 1

Zapfwellen - Anbaup. (16/20 l/min) 

K 25

Zapfwellen - Anbaup. (25 l/min) 

ES 8

Kombination EP 1 mit Faßwagen

ES 10

Zapfwellen - Aufbauspritze

GS / GSD

Sembdner Sähmaschine



3. Das Forst- und Kommunalprogramm

Hier wird die Bezeichnung "Universal" nochmals hervorgehoben. Im Forst sowieso, konnte der E5 schon von Anfang an, etwa mit dem Mulchbalken, als Kom- munalgerät eingesetzt werden. Holder erkannte in diesem erweitertem Arbeits- bereich eine Marktlücke und so stand schon ab ca. 1958 für den E5, weitergeführt durch den E6, das erste spezielle Kommunalgerät, die Teko - Kehrmaschine, bereit. Diese und später entwickelten Geräte konnten natürlich auch in der Landwirtschaft, ebenso bei Privatanwendern, eingesetzt werden. Hier eine Auswahl der besonders dafür gedachten Geräte.

Forst:
Hack- und Bodenfräse: Zur Unkrautbekämpfung und Bodenlockerung
Erdlochbohrer: Zum bohren von Pfahl- und kleinen Pflanzlöchern
Sichelrasenmäher: Zum mulchen und freischneiden auch von hohem Gras
Mäh- und Mulchbalken: Zum Bankett-, Böschungs- und Wiesenmähen
Aufbauspritze: Zur Schädlingsbekämpfung mit Hochdruckschlauch und Spritzrohr

Kommunal:
Kantenschneider: Zum beschneiden von Banketten u. unbefestigten Straßen-
                             rändern
Sichelrasenmäher: Zum mulchen von Großflächen wie Sportplätze und Parks
Mäh- und Mulchbalken: Besonders für Böschungen geeignet
Kehrmaschine: Verschiedene Kehrwalzen, z.B. aus Stahl, Kunststoff oder Perlon
                         (für Schmutz, Laub oder Schnee)
                         Auf Wunsch mit Sprengeinrichtung
Rasenkehrmaschine: Besonders für Parks und öffentliche Plätze geeignet
Schneeschild: Auch für leichte planier- und schiebearbeiten nutzbar*
Schneeschleuder: Auswurf bis zu 20 m. Auf Wunsch mit Vorlauf - Hackfräse*
Anhänge - Sandstreuer: Für Sand u. Splitt. 300kg Inhalt, bis 4 km, je nach
                                       Streudichte.
*Zusätzlich mit Schneeketten lieferbar


4. Die Spritzenausrüstung

Gerade bei einem Holderschlepper gehört nicht nur die Bodenbearbeitung zu den typischen Aufgaben, es wurden auch verschiedene Ausrüstungsmöglichkeiten zum Spritzen bereitgestellt.
Dabei wird zwischen zwei Spritzanlagen unterschieden:
- Spritzen z. B. von Bäumen mit Fass, Hochdruckschlauch und Spritzrohr
- Spritzen in z. B. Wingertzeilen mit Spritzdüsen

Am "verbreitetsten" ist natürlich die Hochdruckpumpe EP 1 und die Aufbauspritze ES 10. Diese stellen aber nur einen kleinen Teil der damals verfügbaren Spritzen- vielfalt dar. Schließlich wurden auch diese Anbaugeräte ständig weiter entwickelt. Hier stelle ich nun die jeweiligen Pumpen mit deren Ausrüstungen vor, soweit es derzeit möglich ist.
Dabei gibt es generell verschiedene Ausrüstungsmöglichkeiten mit Hochdruck- Handspritzrohren, Düsen und Düngelanzen. Die unten beschrieben sind daher nur eine Auswahl, bzw. dafür "empfohlen".

SZP 1: (ca. 1955 - 1956)
Zweizylinder Hochdruckpumpe. Diese wird auf den Getriebedeckel geschraubt und mittels Kette von der Zapfwelle angetrieben. Messingfass mit 150 l Inhalt, Fassaufhängerahmen mit Stützrad Typ 019, Antriebskettenräder und Kette.
Dazu: Saug- und Rücklaufschlauch, Baumspritzleitung.
Die weitere Ausrüstung dürfte ähnlich wie bei der Z 16 sein.


Z 16: (ca. 1957 - 1958)
Zweizylinder Hochdruckpumpe. Leistung 16 l/min, 0-30 atü. Aufbau wie bei SZP 16.
Dazu: Saug- und Rücklaufschlauch, Baumspritzleitung, bestehend aus 10 m Hochdruckschlauch und 1 m Spritzrohr "Rationell", verzinkter Stahlblech- oder Messingbehälter mit 50 l Inhalt und Handrührwerk.

EP 1: (ca. 1957 - 1974)
Zweizylinder Hochdruckpumpe, wie Z 16. Ende der 60er wurde die Fördermenge allerdings auf 20 l/min erhöht. Direkt an die Zapfwelle anflanschbar.
Dazu: Brühebehälter mit 300 l Inhalt, wird auf dem Anhänger Typ 255 transportiert, Baumspritzleitung und Spritzrohr "Rationell".
Für weitere Ausrüstungsmöglichkeiten, siehe ES 8 und ES 10.


ES 8: (ca. 1957 - 1960)
Fasswagen, auf zwei schwenkbar gelagerten Rollen laufend. Wahlweise mit verzinktem Stahlblech- oder Messingbehälter, 80 l Inhalt und Handrührwerk. Wird mittels Anschlussstück, nach Wahl starr oder gelenkig, verbunden. Vor- und Rück- wärts fahrbar.
Dazu: Baumspritzausrüstung mit 10 m Hochdruckschlauch, Spritzrohr "Rationell", 1 oder 2 m lang.
Oder: Weinbergspritzleitung mit 6 in Höhe und Breite ver- und abstellbaren Holder RK - Spritzdüsen.


ES 10: (ca. 1959 - 1974)
Brühebehälter aus feuerverzinktem Stahlblech, 100 l Inhalt, zwei Schlingerwänden, Rücklauf als Rührwerk ausgebildet, mit Werkzeugkasten. Druckschlauch mit Momentabstellung für Weinbergspritzleitung. Durch Schnellverschluss leicht vom Rahmen abnehmbar, Stützrad Typ 019 und Anhängemöglichkeit für weiteren Wagen / Spritze.
Dazu: Hochdruckschlauch und Spritzrohr "Rationell".
Oder: Weinbergspritzleitung mit 6 einzeln nach Höhe, Seite und Winkel verstell- und abnehmbaren Holder RK-Düsen.


K 25: (ca. 1974-1984)
Zweizylinder Hochdruckpumpe in Boxerbauweise. Leistung 25 l/min bei 670 U/min, 0-30 atü. Dreiwegehahn und Druckschlauch.
Angaben zur Spritzausrüstung werden nicht gemacht. Für weitere Infos wird auf die entsprechende Preisliste der Pflanzenschutzgeräte verwiesen.


5. Alte und unbekannte Geräte

Auch die Anbaugeräte sind, wie die Schlepper, nicht immer einheitlich produziert worden. Damit sind aber nicht die Weiterentwicklungen, wie etwa der Sichelrasen- mäher gemeint, sondern Geräte, die nirgends vermerkt und meist älteren Baujahrs sind. Das gleiche gilt auch für die, die äußerlich große Unterschiede aufweisen. Hier sind ein paar dieser Geräte.

Nabenzwischenstück:
Die älteren haben eine komplette Dreiecksform, die neuen je drei Mulden, um die Achsmuttern besser abschrauben zu können.

Radgewicht:
Die älteren Radgewichte haben nur 3, statt 6 Löcher. Somit ist das ab- und anmontieren des kompletten Rades schwieriger. Ebenso ist der "Holder" Schriftzug erheblich kleiner aber auf einem leicht angehobenem Sockel.

Kultivator:
Er ist einer der besonders interessanten Geräte. Denn hier gibt es noch mehrere Vorgängermodelle, wobei bei späteren Typen ebenfalls noch etwas verändert wurde. Mir sind insgesamt 5 Stück bekannt aber nur 2 Typenbezeichungen. Und das ist beachtlich, wurden doch andere Geräte meist nur ein bis zweimal überarbeitet, die Schneefräse -schleuder mal ausgenommen.
Im Vergleich zu den anderen, haben die ersten zwar eine Seitenverstelleinrichtung aber keine Halterung fürs Stützrad. Ansonsten sind sie vom Grundaufbau mit dem "typischen" Kultivator relativ gleich.


6. Erläuterungen

Hier erläutere ich die Funktionen und Anbau der verschiedenen Anbaugeräte. Manche sind der anderer Marken ähnlich, andere Sonderanfertigungen, also nur für den E5&Co. passend. Zu fast allen gibt es auch Anleitungen. Hier habe ich das wichtigste über das jeweilige Gerät zusammengestellt.
Dieser Teil wird ständig erweitert.


6.1a Die Gewichte 013 / 014

013: Das Ausgleichs- auch Frontgewicht genannt, hat zwei Funktionen. Zum einen den Ausgleich bei angehängten Geräten herzustellen, zum anderen die Zugkraft zu erhöhen. Mit letzterem ist es so gut positioniert, dass es für viele Arbeiten ausreicht, ohne zusätzlich Radgewichte anbringen zu müssen. Dabei wird der Schlepper nur gering Kopflastig, da der Motor selber sehr leicht ist.
Das Gewicht wird auf die beiden Halterungen des Lüftergehäuses aufgeschoben. Der Motor ist dabei am besten waagerecht oder nach oben gestellt. In dieser Position hält es auch ohne Befestigung, man muss es also nicht die ganze Zeit festhalten. Dann wird es mit zwei Schrauben M10x80, Sprengring und Mutter festgezogen.

014: Die beiden Radgewichte erhöhen die Zugkraft erheblich, allerdings wird er dadurch auch deutlich schwerer beim schieben. Diese können auf die 4.00 - 12 Felgen und (wie unten) auf die Stahlgreiferräder 580 montiert werden.
Wenn mir jemand eine Gebrauchsanweisung mit Bildern zu den 6 - 9 Gewichten Typ 1394-3, eventuell auch zu den Klappgreifern Typ 1397-3 schicken kann, wäre das super.



Bei Ungeübten empfiehlt es sich, das Gewicht mit zwei Mann zu montieren. Es wird mit den Aussparungen auf die Speichen gesetzt. Auf die Aussparung für das Luftventil (1) achten, wenn die Speichen der Lufträder nach außen zeigen. Dann werden die Laschen (2) mit Beilagscheibe (nicht im Bild) und Druckfeder (3) von innen in die äußeren Löcher geschoben und von vorne mit Beilagscheibe und Mutter (4) festgezogen. Es ist darauf zu achten, dass die Laschen an den Nocken (5) anliegen, sonst haben diese keinen Halt beim festziehen. Die Laschen liegen nur sehr wenig auf den Speichen auf, ist aber normal. Nach ein paar Kilometern sind die Muttern nochmals festzuziehen und anfangs regelmäßig zu kontrollieren. Bei einem Radwechsel können die Gewichte dranbleiben, da sie durch die inneren Löcher komplett mit dem Rad abgenommen werden können. Die ältere Version hat diese Löcher nicht.


6.1b Die Schutzbleche 010

Es gibt drei verschiedene Versionen: Für 4.00 - 8, 4.00 - 12 und 6 - 9. Hier die meist verwendete Größe, 4.00 - 12.
Es hat zwar keine Typenbezeichnung aber anhand der Befestigungshöhe und Breite ist es leicht festzustellen, für welche Radgröße das jeweilige Schutzblech ist.
Alle werden an denn beiden seitlichen Bohrungen mit M8 Schrauben, Sprengring und Mutter befestigt. Der Reifen sollte nicht am Schutzblech schleifen, was durch kleinere Unfälle schnell passieren kann.
Übrigens, die vordere Bohrung wird auch für die Schutzhaube des Mähwerkes gebraucht. Dieses ist aber sowieso (meist) in Schmalspur und mit 4.00 - 8 Rädern zu betreiben, die Schutzbleche sind dann also unnütz.



6.2 Das Geräteanschlussstück 200 / 200-1

Das Anschlussstück ist das wichtigste Anbaugerät beim E5&Co., da es als Verbindung mit folgenden Geräten dient: Anhänger, Pflug, Grenzpflug, Egge, Hacke, Häufler, Kultivator, Deichselrahmen und Anhängestreuer. Außerdem ist es zusätzlich mit ein paar Extras versehen, die das Arbeiten erleichtern.

Hierbei handelt es sich um eine nicht selbsttätige Anhängerkupplung. Das heißt, diese muss beim Einführen des Anhängebolzens von Hand gesichert werden. Gesichert wird mit Bügel (3) und Splint (4). Der Bügel (3) greift in die runde Aussparung (3a) des Anhängebolzens. Das Anschlussstück selbst ist mit Bolzen (1) und Sicherungsstift (2) am Schlepper verbunden.
Die Anschläge (5) links und rechts sorgen dafür, dass der Lenkeinschlag nicht zu stark wird. Ebenso berühren dadurch die Räder die Deichsel nicht.
Zwei Nocken (6) greifen in die Aussparungen (6a) und sorgen dafür, dass die jeweiligen angehängten Arbeitsgeräte nicht zur Seite kippen. Ausnahmen sind z.B. der Anhänger, bei dem eine solche Kippneigung gewünscht ist und dieser daher eine breitere Aussparung besitzt.
Die beiden Anschlagarme (7) sind z.B. für Fahrten mit Anhänger nach oben geklappt. Um ein seitliches Ausschwenken bestimmter Geräte, wie beim Pflügen, zu verhindern, werden diese nach lösen des Splints (8) nach unten geklappt. Um Unebenheiten vorzubeugen, hat das Anschlussstück jetzt noch eine kleine Pendelbewegung. Diese kann man mit Schrauben (9) der Größe M 10 ganz aufheben. Die ältere Version hat diese Möglichkeit nicht.
Die Einstellspindel (10) dient dazu, den E5 / E6 auszurichten, um ihn den ge- gebenen Anforderungen besser anzupassen. "Drehpunkt" ist der Bolzen, an dem auch die Anschlagarme (7) befestigt sind. Durch reindrehen, wird der Schlepper motorseitig nach unten abgesenkt, durch rausdrehen, nach oben angehoben. Die Höhe des jeweiligen Anbaugerätes bleibt gleich, allerdings ändert sich dadurch z.B. die Pflugtiefe.
Das Anschlussstück besitzt rechts am Bolzen einen Schmiernippel (11). Es schadet aber nicht, den kompletten Bolzen etwa zwei mal im Jahr komplett einzufetten. Fängt dieser an zu rosten, wird es schwierig, ihn aus der Halterung zu bekommen. Ebenso neigt der Bolzen der Anschlagarme (7) zum festrosten. Hier hilft Rostlöser sowie ab und an die Arme zu bewegen.


6.2a Der Wendepflug 205

Neben der Fräse das zweithäufigste Arbeitsgerät.
Erforderliche mind. Ausstattung: Frontgewicht, Spurverbreiterungen 9 cm,
                                                    Räder 4.00 - 12 (auch 6 - 9) mit Radgewichten.


Der Pflug wird wie unter 6.2 beschrieben angehängt und gesichert. Die Anschlag- arme (7) sind dabei runtergeklappt. Das obere Bild zeigt die Transportstellung, dabei wird der Pflug auf das mittlere Rastsegment (2a) gestellt. Das Stützrad kann so bequem durch die Führung (5) gesteckt und mit einem Splint gesichert werden. Beim schwenken ist es etwas hinderlich, daher ggf. vor dem pflügen demontieren.



Der Pflug kann durch ziehen des Hebels (1) in drei verschiedene Positionen um 180° geschwenkt werden: Pflügen links - rechts (2) und Mittelstellung (2a) für den Transport. Mit der Spindel (10) kann die Tiefe eingestellt, die vertikale Lage an den jeweiligen Rastsegmenten (2). Das seitliche (horizontale) Spiel wird durch die Anschlagarme (7) gegeben.
Der Pflug soll unter normalen Pflugbedingungen immer senkrecht zur Erdober- fläche stehen, was an den Rastsegmenten (2) einzustellen ist. Die Pflugtiefe wird entsprechend der Bodenbeschaffenheit so eingestellt, dass die Räder keinen allzu großen Schlupf aufweisen. Der Pflug ist dann richtig eingestellt, wenn er ohne Traktorführer von alleine pflügt. Kleine Richtungskorrekturen werden durch Druck auf die Holme ausgeführt, die Einzelradlenkung wird nur zum wenden benutzt.
Geschwenkt wird, indem mit dem Hebel (1) der Pflug hochgehoben (und gleichzeitig ausgrastet) und mit dem Fuß in die gewünschte Drehrichtung "geschubst" wird. Kurz vor dem erreichen des linken oder rechten Rastsegmentes (2), ist der Hebel (1) loszulassen, die Pflugkörper rasten dann automatisch ein.
Zur Wartung.


6.3 Schnellanschluss der Anbaugeräte

Alle Fremdgeräte werden mit dem Schnellanschluss auf die gleiche Weise ange- flanscht: Bei stehendem Motor die Zapfwelle einschalten. Die beiden Spann- schrauben (1) am jeweiligen Gerät soweit aufschrauben, bis das Gewindeende nicht mehr im Spannbügel (2) heraussteht. Die Spannbügel nach hinten klappen und das Gerät auf die Zapfwelle aufschieben, dabei etwas hin- und herbewegen. Die Bügel umklappen und gut festziehen. Zapfwelle wieder ausschalten! Von Zeit zu Zeit Schraubverbindungen nachkontrollieren, ggf. nachziehen.
Beide Flansche und Zapfwelle (Maschine - Gerät) sollten sauber sein.
Bei manchen Anbaugeräten, wie z. B. bei den Mähwerken, muss der Hauptholm danach um 180° gedreht werden (Siehe 4.2 Holmverstellung). Wenn Werkzeug benötigt wird, sollte vorher die Werkzeugtasche herausgenommen werden.



6.3a Die Fräse 283 1-10

Sie ist das typischste Anbaugerät. Unterschieden werden zwei Typen:
Bodenfräse: Gefederte Werkzeuge, für feinkrümeligen Boden, fräst bis 20 cm tief.
Hackfräse: Starre Werkzeuge, zur Unkrautbekämpfung u. Bodenlockerung, 15 cm.
Erforderliche mind. Ausstattung: Unterschiedlich, da verschiedene Kombinationen, je nach Ergebnis, möglich sind.

Der Aufbau ist simpel. Die Werkzeuge werden mit einer durchgehenden Gewinde- stange zusammengehalten. Die Spannbolzenmutter (1) befindet sich entweder links oder rechts. Die Fräse kann ohne Veränderung auf gefederte oder starre Werkzeuge umgerüstet werden.
Beim zusammenstecken der Fräswelle ist auf folgendes zu achten:
-Die Innenwerkzeuge (2) müssen einwandfrei in das Zahnprofil eingreifen.
-Die Außenwerkzeuge (3) mit der Stirnverzahnung so aufstecken, dass jedes
 Werkzeug um einen Zahn nach rückwärts versetzt ist.
-Die Schneiden der Fräswerkzeuge müssen in Drehrichtung zeigen.
-Die Spannbolzenmutter an der Fräswelle ist kräftig festzuziehen und öfters zu
 kontrollieren.

Die Breite der Fräse wird durch die Haube und Gewindestange bestimmt. Die Haube ist mit vier Ringschrauben von außen befestigt.
Die Frästiefe wird an der Ringschraube (4) am Streifblech unter dem Fräsgetriebe eingestellt.
Die Einstellung der Fräshaube erfolgt durch die Ringschraube am Scherengelenk (5) der Haubenabstützung. Die Fräshaube soll mit der Unterkante ca. 2 - 3 cm über dem Erdboden laufen. Fräse nicht auf der Fräshaube abstützen.
Auf dem Bild handelt es sich um eine Hackfräse, wo an den Messern nicht originale, zusätzliche Klingen angeschweißt sind.



Zum fräsen werden Standardmäßig die kleinen 4.00 - 8 Räder verwendet. Für leichte und besonders schmale Arbeiten auch die kleinen Stahlgreiferräder Typ 017. Bei schwerer Fräsarbeit werden die großen 4.00 - 12 Räder angebaut, da an diese die Radgewichte montiert werden können. Das Ausgleichsgewicht balanciert die breiteren Fräsen aus und sorgt zusätzlich für etwas mehr Traktion. Die optionale Stützradbefestigung für Straßenfahrt (6) (hier nicht original) wird mit einem Splint befestigt.
Beim fräsen wird der Holm seitlich ausgeschwenkt. Der Frässchwanz wird langsam eingesetzt und ausgehoben. Zu schnelles einsetzen wirft eine Erhöhung auf, zu schnelles Ausheben ergibt eine Mulde.
Bei Rückwärtsfahrt Fräse ausschalten!
Zur Wartung.


6.3b Das Sichelmähwerk 269 / 269-2 

Erforderliche mind. Ausstattung: Räder 4.00 - 12, ggf. auch mit Frontgewicht.
Die Bohrung (2) dient zu Aufnahme eines Zusatzgewichtes beim E8 / E9D.




Das Mähwerk wird wie unter 6.3 beschrieben angeflanscht, dann der Hauptholm um 180° gedreht. Die Schnitthöhenverstellung wird über die Augenschrauben (1) individuell an beiden Stützrädern vorgenommen.

Der Unterschied zum Vorgänger betrifft hauptsächlich die Radaufhängung und Höhenverstellung, die da noch getrennt waren. Ein Zusatzgewicht kann nicht angeschraubt werden.
Zur Wartung.


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